Mittwoch, 16. Dezember 2020

Tim Köppen // Alle Jahre wieder

 

Ich mag es gerne, wenn ich in meiner Wohnung durch die Weihnachtsdeko eine warme Atmosphäre zaubere. Da darf vor allem die Krippe nicht fehlen. Alle Jahre wieder.
Ich stelle Maria, Josef und die Tiere auf. Die Krippe auch. Aber natürlich lege ich den kleinen Jesus noch nicht hinein. Erst Heilig Abend.
Ich nehme die Figur des kleinen Kindes in die Hände und schaue es genauer an.
Eine kleine Holzfigur. Dezent bemalt – ich sehe nur ein kleines, lächelndes Gesicht.
Der Rest ist mit einem weißen Tuch umwickelt. So unscheinbar.
So unglaublich, welche Geschichte dahintersteckt!

Gott kommt in die Welt! Er kommt nicht mit Pauken und Trompeten. Nicht mit Feuer und Rauch. Sondern ganz anders.
Sein Gesicht ist anfänglich klein und zart. Er liegt völlig unbeholfen in einer Krippe.
Er, der später zu so vielen Menschen reden wird und wundervolle Dinge vollbringt, wird in einem Stall geboren.

Obwohl es kein Beherbergungsverbot gab, hatten Maria und Josef doch eine Beherbergungsnot. Gott sei Dank haben sie immerhin diesen Stall zum Übernachten und damit einen „Krippenplatz“ für das Neugeborene gefunden.

Dort ist der Beginn dieses unglaublichen Wunders – Gott kommt uns ganz nah!
Vom sicheren Himmel her reist Gott in das Risikogebiet Welt und nimmt alle damit verbundenen Strapazen auf sich.

Kein Wunder, dass dieses Ereignis wie ein Lauffeuer um die Erde geht und so viele Menschen fasziniert.
Welch große Bedeutung dieses kleine Kind auch heute noch hat!

Ich halte den kleinen Jesus immer noch in meinen Händen.
Es ist aber noch nicht der 24. Dezember. Deshalb lege ich die Figur in die Schublade der Kommode. Dort ist sie bis dahin gut aufgehoben.

Bild: jhenning / pixabay.com

 

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