Dienstag, 10. Dezember 2019

Julia Frohn und Johannes Christof Rebsch // Ein Antipsalm

Ein Antipsalm

von Vikarin Julia Frohn und Vikar Johannes Christof Rebsch

Ein Antipsalm

Netflix ist mein Hirte.

An Bandbreite, Chips und Getränken darf es nicht fehlen.

 

Im künstlichen Licht und vor zweidimensionalen Kulissen stille ich meinen Durst nach Abenteuer und Liebe.

 

Er betäubt meine Sehnsucht.

Er zeigt uns den Weg in das Labyrinth unendlicher Bedürfnisse.

 

Ich fürchte den Tag an dem ich kein Netz habe, denn nur dann bist du bei mir

 

 – ich verlasse mich auf dein endloses Angebot.

 

Selbst im Angesicht echter Gesellschaft hast du noch mehr zu bieten.

Du wäschst mein Gehirn mit immer neuen Bildern und Klängen.

Ideen gehen dir niemals aus.

Du bist immer On.

Du bist mir ein Segen und ich halte dir die Treue – für immer.

Amen.

Bild: jeshoots-com / pixabay.de

Ein Psalm

Der Herr ist mein Hirte.

Mir wird nichts mangeln.

 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führt mich zu frischem Wasser.

 

 

Er erquicket meine Seele.

Er führet mich auf rechter Straße, um seines Namens willen.

 

Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal fürchte ich kein Unglück. Denn du bist bei mir.

 

Dein Stecken und Stab trösten mich.

 

 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

 

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang.

Und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

Amen.

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