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Montag, 24. Dezember 2018

Jan Lohrengel // Staunen

Im lauten Trubel nach dem Kindergottesdienst stand ich einfach da, mitten im Altarraum: ein kleiner Junge mit großen, blauen Augen und blondem Haar – und staunte. Ich staunte über den wohl schönsten und größten Weihnachtsbaum, den ich je in meinem Leben gesehen hatte.

30 Jahre ist das her. Meine Mutter erzählte mir diese Geschichte erst vor ein paar Jahren. Ich selbst kann mich an den Moment nicht erinnern. Wohl aber an das Gefühl, das sich in all den Jahren immer wieder am Heiligen Abend einstellt, wenn ich in der Kirche meines Geburtsortes Platz nehme und mein Blick auf den Baum fällt.

Heute werde ich das erste Mal in meinem Leben nicht dort sein können. Mein erstes Weihnachten an einem anderen Ort und ich muss mir einen neuen Baum suchen. Man munkelt, dass es auch hier den schönsten Weihnachtsbaum der Welt geben soll. Und so werde ich wie in jedem Jahr einen Weihnachtsbaum betrachten – und staunen. Heute staune ich nicht mehr nur über den magischen Glanz des Weihnachtsbaumes, sondern auch über die schönen kleinen Dinge in meinem Leben, hinter denen ich Gottes Liebe aufscheinen sehe.

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